Workshop am Piburger See mit dem Naturpark Ötztal

von ITMS Imst Oberstadt
29. Mai 2026

Kürzlich verbrachte die 2a einen spannenden Nachmittag am Piburger See gemeinsam mit dem Naturpark Ötztal. Dabei lernten wir viel über das empfindliche Ökosystem des Sees, seine Bewohner und den Einfluss des Menschen auf die Natur.

Zu Beginn startete der Workshop mit einem interaktiven Spiel. Die Schülerinnen und Schüler bekamen Steckbriefe von verschiedenen Bestandteilen des Ökosystems, zum Beispiel Algen, Wasser oder Fischen. Anschließend mussten die passenden Partner gefunden werden. So wurde sichtbar, wie alles in der Natur miteinander verbunden ist. Besonders spannend wurde es, als plötzlich ein „Partner“ ausfiel: einige Kinder mussten sich hinsetzen, weil ihr Bestandteil des Ökosystems „gestorben“ war. Dadurch konnten wir beobachten, welche Auswirkungen das auf alle anderen Lebewesen hatte. Am Ende blieb schließlich fast nichts mehr am Leben – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig jedes einzelne Lebewesen im Kreislauf der Natur ist.

Danach durften die Kinder selbst auf Entdeckungstour gehen. Mit Kescher, Becherlupe, Pinsel, Pipette und Wasserbehältern suchten sie kleine Tiere im Wasser und beobachteten diese ganz genau. Die gefundenen Lebewesen wurden natürlich anschließend wieder vorsichtig freigelassen.
Ein weiteres Highlight dabei war das Wasserfernrohr. Damit konnten die Schülerinnen und Schüler tief in den See blicken und beobachten, was sich unter der Wasseroberfläche verbirgt.

Außerdem erfuhren wir viel über die Tiefen des Piburger Sees. Mithilfe von Karten und Schaubildern lernten die Kinder, dass der See an seiner tiefsten Stelle fast 25 Meter tief ist. Es wurde erklärt, wie sich Temperatur, Sauerstoff und Lebewesen je nach Tiefe verändern und warum manche Tiere lieber in flachen, sonnigen Bereichen leben, während andere tiefere und kühlere Zonen bevorzugen. Auch die Funktion des sogenannten Olszewski-Rohres zur Belüftung des Sees wurde vorgestellt.

Zum Abschluss wurde noch ein Spiel zur Nahrungskaskade gespielt. Die Kinder erhielten Armbänder und sammelten beziehungsweise tauschten verschiedenfarbige Kugeln aus, die zum Beispiel Sonne, Algen oder Sauerstoff darstellten. Anfangs war das Gleichgewicht im See noch stabil. Doch dann wurde plötzlich der Mensch hinzugefügt. Durch menschliche Einflüsse – etwa Urin im Wasser – entstanden zu viele Algen, wodurch sich das Gleichgewicht des Sees veränderte. So konnten die Kinder spielerisch lernen, welche Auswirkungen der Mensch auf die Natur haben kann.

Besonders lustig fanden die Schülerinnen und Schüler auch das letzte Spiel: Gemeinsam stellten sie pantomimisch Fußspuren und menschliche Eingriffe wie Müll in der Natur dar.

Außerdem erfuhren wir interessante Fakten über den Piburger See: An Spitzentagen besuchen bis zu 1500 Menschen den See. Das Uferbetretungsverbot ist oft schwer durchzusetzen, obwohl Wildbaden eigentlich verboten ist und stattdessen die Badeanstalt genutzt werden sollte. Besonders erschreckend war, dass jedes Jahr tonnenweise Müll aus dem See geholt werden muss.

Der Nachmittag am Piburger See war für die 2a nicht nur spannend und lustig, sondern auch sehr lehrreich. Wir lernten, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit der Natur ist und wie empfindlich ein Ökosystem sein kann.