MINT-Exkursion zum mikroVERSUM nach Zirl
Am Donnerstag, den 15. Oktober, machte sich die Klasse 2a im Rahmen des MINT-Unterrichts auf den Weg nach Zirl. Dort besuchten wir das mikroVERSUM, eine interaktive Wissenschaftsausstellung, die uns in die faszinierende Welt der Mikroorganismen entführte.
Mikroorganismen sind winzige Lebewesen, die wir mit freiem Auge meist nicht erkennen können. Dazu gehören beispielsweise Bakterien, Pilze und bestimmte Algen. Obwohl sie unsichtbar klein sind, spielen sie eine riesige Rolle für unser Leben: Sie helfen bei der Verdauung, produzieren Sauerstoff und sorgen dafür, dass abgestorbene Pflanzen und andere organische Materialien zersetzt werden und wertvolle Nährstoffe in den Naturkreislauf zurückgelangen.
Im gebuchten Workshop „Bodenmikrobiom – Leben unter unseren Füßen“ beschäftigten wir uns mit der Bedeutung des Bodens als Lebensraum für unzählige Lebewesen. Verschiedene Bodenarten konnten wir in Gläsern betrachten und auch eine Wurmkiste kennenlernen. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig das Leben im Boden ist und wie wichtig die kleinen Bewohner für gesunde Böden sind.
Ein besonderes Erlebnis war der begehbare Bodencube. In diesem konnten wir in die Welt unter unseren Füßen eintauchen und mithilfe von Bildern und Aufnahmen entdecken, was sich im Boden abspielt. Wir lernten unterschiedliche Bodenarten und ihre Bewohner kennen und erfuhren, wie eng die verschiedenen Lebewesen miteinander verbunden sind. Anschließend gestalteten die Schülerinnen und Schüler eigene Bilder, auf denen sie Mikroorganismen und andere Kleinstlebewesen im Boden darstellten.
Beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellung gab es noch viel mehr zu entdecken. An verschiedenen Stationen wurden spannende Zusammenhänge aus der Welt der Mikroorganismen erklärt:
- Wir erfuhren, wie Cyanobakterien mithilfe von Sonnenlicht Photosynthese betreiben und dabei Sauerstoff produzieren. Ihre unterschiedlich gefärbten Kulturen zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig diese winzigen Lebewesen sind.
- Recyclinghelden des Waldes: Abgestorbenes Holz und Laub verschwinden nicht einfach. Pilze, Bakterien, Würmer und Insekten bauen sie nach und nach ab. So entsteht Humus, der den Boden fruchtbar macht.
- Manche Mikroorganismen leben in enger Gemeinschaft mit Pflanzen. Pilze unterstützen beispielsweise Pflanzenwurzeln bei der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Beide Partner profitieren voneinander, man nennt dies auch Symbiose.
- Pilze bilden feine Fäden, die sich zu großen Netzwerken verbinden können. Wir konnten mehr über ihre wichtige Rolle beim Abbau organischer Materialien und im Nährstoffkreislauf erfahren.
- Flechten bestehen aus einer Lebensgemeinschaft eines Pilzes mit einer Alge oder einem Cyanobakterium. Gemeinsam können sie sogar an kargen Orten wie Felsen und im Hochgebirge überleben.
- Auch die Welt winziger Wasserlebewesen stand im Mittelpunkt. Wir lernten Wimpertierchen kennen, die sich mithilfe feinster Härchen fortbewegen und im Wasser auf Nahrungssuche gehen.
Der Besuch im mikroVERSUM zeigte uns, dass die kleinsten Lebewesen oft zu den wichtigsten gehören. Ohne sie würden natürliche Stoffkreisläufe nicht funktionieren, Böden ihre Fruchtbarkeit verlieren und viele Lebensgrundlagen auf unserem Planeten fehlen.
Wir kehrten mit vielen neuen Eindrücken und einem geschärften Blick für die faszinierende Welt zurück, die uns überall umgibt – auch wenn wir sie mit freiem Auge nicht immer sehen können.